Förderkreis Heimatgeschichte und Heimatstube

Eisdorf

Exotische Maulbeerbäume in Eisdorf

Maulbeerbaeume 01

Wohl nur wenigen älteren Eisdorfern dürfte bekannt sein, dass auf dem Schulgelände einst zahlreiche Maulbeerbäume gestanden haben. Im Laufe der Zeit wurden die Bäume, aus den verschiedensten Gründen, nach und nach abgesägt. Die letzte Baumfäll-Aktion fand im Herbst 2010 statt.

Die Gründe für das Anpflanzen, dieser in Deutschland nicht heimischen Maulbeerbäume, finden sich in den 1930er Jahren. Ein Eisdorfer Zeitzeuge berichtete :

„Doch erst wurden noch 50 Maulbeerbäume gepflanzt. Da mussten wir Jungen auch fleißig mit helfen. Der Lehrer erzählte uns dann, dass eine Seidenraupenzucht entstehen sollte. Aus den Kokons der Seiden- oder Maulbeerspinner würden bis zu 800 Meter Seidenfäden gewonnen. Daraus sollte dann die wertvolle Fallschirmseide entstehen."

Nun, aus der Seidengewinnung ist nichts geworden. Auch anderweitig wurden die Bäume in keiner Weise genutzt, obwohl die, den Brombeeren ähnlichen Früchte durchaus zur Gewinnung von Marmelade geeignet sind.

Das untere Bild zeigt den letzten übrig gebliebenen Maulbeerbaum vor der Eisdorfer Kindertagesstätte.

Maulbeerbaeume 02

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